Statuten der Prader-Willi-Vereinigung

1. Allgemeines

Art.1 Name

Unter dem Namen Prader-Willi-Syndrom Vereinigung Schweiz, abgekürzt PWSV, besteht in der Schweiz ein gemeinnütziger Verein im Sinne von Art.60 ff ZGB.

Art. 2 Sitz

Der Sitz der Vereinigung befindet sich am jeweiligen Wohnort des Präsidenten

Art.3 Zweck

Die Vereinigung stellt sich zur Aufgabe, sich der durch das Prader-Willi-Syndrom (PWS) betroffenen Mitmenschen anzunehmen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und ihre Interessen auf breiter Basis zu vertreten

Diesen Zweck sucht sie auf folgende Weise zu erreichen:

  • sie informiert betroffene Eltern
  • sie unterstützt und koordiniert Initiativen der Eltern
  • sie unterbreitet Behörden, politischen Kreisen, Organisationen, Versicherungsträgern, Presse, der Öffentlichkeit usw. Informationen über die Art der Behinderung sowie über Probleme und Bedürfnisse der vom PWS betroffenen Menschen
  • sie wirkt durch Informationen und Unterstützung von Personen und Institutionen, die sich direkt oder indirekt mit dem Problem von PWS betroffenen Menschen bzw. deren Angehörigen befassen.
  • sie unterstützt die Forschung auf dem Gebiet des PWS
  • sie fördert die Zusammenarbeit mit In- und Ausländischen Organisationen, die sich ebenfalls mit dem PWS oder ähnlicher Behinderung befassen
  • Erfahrungsaustausch unter Betroffenen

Art. 4 Massnahmen

Beispielsweise, um seine Zweckbestimmung zu gewährleisten

  • unterhält die Vereinigung ein oder mehrere Sekretariate
  • erstellt sie für die von PWS betroffenen Menschen ein Verzeichnis über wichtige Einrichtungen und Fachleute, insbesondere: Kliniken, Wohnmöglichkeiten, Beratungsstellen jeder Art, Therapeuten / Therapeutinnen, Berufsberater/Berufsberaterinnen, Spezialärzte / Spezialärztinnen usw.
  • schliesst sie fallweise Vereinbarungen mit vorgenannten Stellen oder Personen über Beratung der von PWS betroffenen Menschen und deren Angehörigen ab, dies sowohl in der Schweiz als auch im Ausland.
  • sie kann selbst oder mit anderen Vereinen oder Institutionen ein Mitteilungsblatt herausgeben.

Art. 5 Neutralität

Die Vereinigung ist politisch und konfessionell neutral

II. Mitgliedschaft

Art. 6 Mitglieder

Der Verein besteht aus Aktiv- und Passivmitgliedern. Die Aktivmitgliedschaft steht allen an der Vereinigung interessierten Personen offen ohne Einschränkung der Nationalität, insbesondere, den Eltern von vom PWS betroffenen Menschen oder deren gesetzlichen Vertretern. Erwachsene, vom PWS Betroffene Menschen können der Vereinigung selbst-verständlich beitreten. Angehörige und Freunde von Betroffenen, Förderer der Vereini-gung, aber auch Behördemitglieder, Institutionen, Vereine oder Firmen können der Vereinigung als Solidar- oder als Gönnermitglied beitreten.

Art. 7 Aufnahme

Für die Aufnahme der Mitglieder ist der Vorstand zuständig.

Art. 8 Austritt

Der Austritt aus dem Verein kann auf Ende eines Vereinsjahres durch schriftliche Erklärung erfolgen. Mitglieder, die trotz Mahnung ihre Beitragspflicht nicht erfüllen, werden von der Mitgliederliste gestrichen.

Art. 9 Haftung

Vereinsmitglieder haften nicht für die Verpflichtungen des Vereins über ihre Beitragspflicht hinaus.

III. Finanzen

Art. 10 Mittelbeschaffung

Der Verein beschafft sich Mittel durch

a) Jährliche Mitgliederbeiträge, namentlich

  • Aktivmitglieder / Eltern 60 CHF
  • Selbst Betroffene 10 CHF
  • Solidarmitglieder 60 CHF
  • Gönnermitglieder 200 CHF

b) Subventionen, Schenkungen, Vermächtnisse u.ä.

c) gegebenenfalls besondere Veranstaltungen

Art. 10a Reduktion der Mitgliederbeiträge

a) Der Mitgliederbeitrag kann in Einzelfällen vom Vorstand reduziert oder erlassen werden.

b) Ehrenmitglieder sind vom Zahlen des Mitgliederbeitrages befreit.

IV. Organisation

Art. 11 Organe

Die Organe der Vereinigung sind:

a) die Mitgliederversammlung

b) der Vorstand

c) die Kontrollstelle

Art. 12 Mitgliederversammlung

Die ordentliche Mitgliederversammlung (Generalversammlung) findet einmal pro Vereinsjahr statt, spätestens 5 Monate nach Beendigung eines Vereinsjahres. Das Vereinsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Uebergangsbestimmung, die am 1.Januar 2011 bedeutungslos wird und anschliessend wegfällt ; Am 1.Juli 09 begann das Vereinsjahr noch in der Mitte des Kalenderjahres. Nach dem 18 Monate langen Vereinsjahr 2009/2010 beginnt das folgende Vereinsjahr am 1. Januar 2011. Im langen Vereinsjahr 2009/2010 wird ein regulärer Jahresbeitrag erhoben.

Ausserordentliche Mitgliederversammlungen können durch den Vorstand einberufen werden oder wenn ein Fünftel der Mitglieder dies verlangen. Der Vorstand lädt schriftlich, mit Traktandenliste, mindestens 3 Wochen vorher, ein.

Jedes Mitglied hat das Recht, mindestens 8 Tage vorher weitere Vorschläge zu den Traktanden zu machen.

Über Verhandlungsgeschäfte, die eventuell an der Mitgliederversammlung vorgebracht werden, die also nicht rechtzeitig als Traktanden schriftlich vorangemeldet waren, kann kein Beschluss gefasst werden.

Über die Geschäfte ist ein Protokoll zu führen.

Art. 13 Beschlussfassung

Die Beschlüsse werden mit dem einfachen Mehr der anwesenden Stimmberechtigten gefasst. Beschlüsse über Änderungen der Statuten, über die Zusammenarbeit oder den Zusammenschluss mit anderen Vereinen sowie über die Auflösung des Vereins erfordern die Zustimmung von mindestens zwei Drittel der anwesenden Stimmberechtigten.

Art 14 Sachgeschäfte der Mitgliederversammlung

Der Mitgliederversammlung stehen folgende Sachgeschäfte zu:

a) die Wahl des Vorstandes und des Präsidenten / der Präsidentin für eine Amtsdauer von zwei Jahren

b) die Wahl der Rechnungsrevisoren für die Dauer von drei Jahren. Falls erforderlich, kann ein fachlich anerkannter hauptamtlicher Revisor oder eine Revisorengesellschaft die Kontrollfunktion ausüben.

c) die Abnahme des Jahresberichtes, der Jahresrechnung und Entlastung des Vorstandes

d) die Genehmigung des Budgets und die Festsetzung der Mitgliederbeiträge

e) die Revision der Statuten

f) Genehmigung des Jahresprogrammes

g) Beschlüsse über alle anderen Geschäfte, welche der Mitgliederversammlung vom Vorstand überwiesen werden.

h) Ernennung von Ehrenmitgliedern, falls sich Personen besonders um die Vereinszwecke verdient gemacht haben

Art. 15 Abstimmung und Wahlen

Die Sachgeschäfte und die Wahlen erfolgen durch offene Abstimmung, wenn die Versammlung nicht geheime Abstimmung beschliesst. Die Aktivmitglieder haben 1 Stimme pro Familie. Passivmitglieder (Selbstbetroffene, Solidarmitglieder, Gönnermitglieder) haben eine beratende Stimme. Die Stimme des Präsidenten / der Präsidentin entscheidet bei Stimmengleichheit.

Art. 16 Der Vorstand

Der Vorstand besteht aus einer ungeraden Anzahl, aber mindestens fünf Mitgliedern. Er konstituiert sich mit Ausnahme des Präsidenten / der Präsidentin selbst und regelt die Unterschriftenberechtigung. Der Vorstand ersetzt bei Austritten innerhalb des Vereinsjahres eine Vakanz selbst uns stellt diese Person an der nächsten Generalversammlung zur offiziellen Wahl. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich.


Art. 17 Aufgaben des Vorstandes

Der Vorstand vertritt den Verein nach aussen:

a) Es steht ihm die gesamte Geschäftsführung und die Überwachung der Interessen der Vereinigung zu.

b) Er verwaltet das Vereinsvermögen und ist berechtigt, Schenkungen, Vermächtnisse usw. anzunehmen.

c) Er entscheidet über den Ausschluss von Mitgliedern, falls diese das Ansehen oder die Interessen des Vereins schädigen.

Art.18 Vorstandssitzungen

Der Vorstand versammelt sich auf Einladung des Präsidenten / der Präsidentin so oft dies die Geschäfte erfordern. Die Einladungen müssen die Traktanden enthalten. Über andere Geschäfte können gültige Beschlüsse nur einstimmig gefasst werden und nur dann, wenn sämtliche Mitglieder des Vorstandes anwesend sind oder nachträglich sich schriftlich einverstanden erklären. Beschlüsse über Traktandengeschäfte werden mit der Mehrheit der anwesenden Vorstandsmitglieder gefasst.

Es wird ein Beschlussprotokoll geführt.

Der Vorstand kann für bestimmte Aufgaben Kommissionen oder Fachberater beiziehen, deren Aufgaben und Kompetenzen in einem Reglement zu umschreiben sind.

Art. 19 Kontrollstelle

Die Revisoren prüfen die Vermögens- und Betriebsrechnung der Vereinigung, erstatten der Mitgliederversammlung Bericht und stellen ihr Antrag.

V. Auflösung

Art. 20 Auflösung der Vereinigung

Die Auflösung der Vereinigung kann nur durch Zweidrittelmehrheit der Mitgliederversammlung beschlossen werden. Über die Verwendung des Vereinsvermögens entscheidet die Mitgliederversammlung; dieses ist einer Institution oder einem Sozialwerk mit ähnlichen Zwecken zuzuwenden.

 

 

Die Vereinigung hat Statuten seit 1994. Vorstehende Statuten ersetzen diejenigen vom 19. November 2005. Sie sind durch die Mitgliederversammlung am 5. April 2014 genehmigt worden und treten ab sofort in Kraft.

Der Präsident                                           Die Vizepräsidentin

Andreas Bächli                                         Edith Pfister